Datensammlungen im Netz - Wermutstropfen bei der freien Nutzung des Internets
Meiner Meinung nach müsste jeder, der sich im Netz tummelt, schon damit beschäftigt haben - was denkt ihr, wie viele eurer persönlichen oder weniger persönlichen Daten schon auf irgendwelchen Servern ruhen und sehnsüchtig auf ihre Verwendung warten?
Ich wurde mal wieder auf das Thema aufmerksam, als ich den Blog von CptSalek las, der auf einen Telepolis Artikel verwies, der sich eben damit beschäftigt (witzigerweise habe ich mich im selben Gedankengang, in dem ich über Datensammlung im Netz nachdachte, dazu entschieden, einen Blog zu bauen). Nach der Lektüre dieses Artikels also, habe ich einmal begonnen mein persönliches Resume zu ziehen, wo meine Daten bisher in die virtuelle Landschaft geworfen wurden:
alypse) und mal den gläsernen Menschen, dessen Kaufverhalten, Gemütszustände, Wohnortwechsel, Studienfächer, Arbeitsumfelder und Interessensgebiete alle verstreut im Netz liegen erwähne, finde ich das schon bedrohlich. Wenn durch maschinell erstellte Profile aus diesen und anderen Indikatoren, irgendwann das Verhalten
des Menschens vorhergesehen, von der Industrie oder anderen Instititionen missbraucht wird und der Mensch somit manipuliert werden kann, ist das ein deutlicher Einschnitt in die Freiheit des Menschen, denn wenn man darüber nachdenkt, weitet
sich das Feld des Datenschutzes spontan in alle Lebensbereiche aus.
Vielleicht leben wir demnächst ja ohnehin alle im Netz. Was jetzt witzig klingt, finde ich an sich eine spannende Idee. Dieser Gedankengang mag durch die Litera
tur, die ich mir in letzter Zeit zu Gemüte geführt habe. Netzutopien vom feinsten: Der Otherland Zyklus vom (fast gottgleichen) Tad Williams und die Neuromancer Trilogie von William Gibson. Diese Werke werden den meisten von euch zumindest namentlich bekannt sein. Mich haben sie wirklich fasziniert.
Zum Einstieg ein Denkanstoß für alle, die sich denken "naja was interessiert mich, ob jemand weiß, was in meinen Emails steht. Das ist ein Satz, den ich ernsthaft schon aus vielen Quellen gehört habe. Aber wirklich geschockt hat mich die Reaktion der anderen Teilnehmer meines SoWi Kurses als wir die Einschränkung des Datenschutzes und der Bürgerrechte im Zusammenhang mit Terrorbekämpfung besprachen.
Ich habe kein Problem damit, jedem seine Meinung zu lassen, solange ich der Auffassung bin, dass Pro und Kontra abgewogen wurden und sich auf Basis von Fakten eine Meinung gebildet hat. Aber was da mitten in der aufstrebenden Jugend vor sich ging, hat mich gelinde gesagt irritiert. Keiner hat selbst ein Argument gegen Biometrische Pässe, Überwachung öffentlicher Plätze, Massenspeicherung von diversen Daten, etc. angebracht oder gar akzeptiert, denn "das ist doch alles für unsere Sicherheit, mir doch egal, ob jemand weiß, wann ich in Köln übern Neumarkt gehe".
Dazu fällt mir nur eins ein - gute Nacht liebe Welt
Ich wurde mal wieder auf das Thema aufmerksam, als ich den Blog von CptSalek las, der auf einen Telepolis Artikel verwies, der sich eben damit beschäftigt (witzigerweise habe ich mich im selben Gedankengang, in dem ich über Datensammlung im Netz nachdachte, dazu entschieden, einen Blog zu bauen). Nach der Lektüre dieses Artikels also, habe ich einmal begonnen mein persönliches Resume zu ziehen, wo meine Daten bisher in die virtuelle Landschaft geworfen wurden:
- GMail-Postfach: an sich eine wunderbare Sache, riesiges Postfach; Möglichkeit, Mails in Konversationen zu gruppieren, usw... Aber was tut google an der Stelle? Klar, Daten sammeln und sie zur "Verbesserung ihres Angebotes und ihres Services zu nutzen"... auf Deutsch Nutzerprofile erstellen, um User effektiver mit Werbung bewerfen zu können. Und das ist wahrscheinlich erst der Anfang.
- Dieser Blog... Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen
- mindestens 5793 Onlineshops, die natürlich alle behaupten, die Daten nicht weiterzugeben, selbst wenn sie das wirklich nicht tuen, Spam verschicken sie trotzdem...
- wenn nicht mehr als 3976 Foren, bei denen man natürlich gegenüber anderen Usern sehr offen ist, man freut sich ja auch, wenn man weiß, mit dem man es zu tun hat. Also gibt man zumindest mal seine zweite Mailadresse, einen groben Wohnort und Geburtsdatum an.
alypse) und mal den gläsernen Menschen, dessen Kaufverhalten, Gemütszustände, Wohnortwechsel, Studienfächer, Arbeitsumfelder und Interessensgebiete alle verstreut im Netz liegen erwähne, finde ich das schon bedrohlich. Wenn durch maschinell erstellte Profile aus diesen und anderen Indikatoren, irgendwann das Verhalten
des Menschens vorhergesehen, von der Industrie oder anderen Instititionen missbraucht wird und der Mensch somit manipuliert werden kann, ist das ein deutlicher Einschnitt in die Freiheit des Menschen, denn wenn man darüber nachdenkt, weitet
sich das Feld des Datenschutzes spontan in alle Lebensbereiche aus.
Vielleicht leben wir demnächst ja ohnehin alle im Netz. Was jetzt witzig klingt, finde ich an sich eine spannende Idee. Dieser Gedankengang mag durch die Litera
tur, die ich mir in letzter Zeit zu Gemüte geführt habe. Netzutopien vom feinsten: Der Otherland Zyklus vom (fast gottgleichen) Tad Williams und die Neuromancer Trilogie von William Gibson. Diese Werke werden den meisten von euch zumindest namentlich bekannt sein. Mich haben sie wirklich fasziniert.
Zum Einstieg ein Denkanstoß für alle, die sich denken "naja was interessiert mich, ob jemand weiß, was in meinen Emails steht. Das ist ein Satz, den ich ernsthaft schon aus vielen Quellen gehört habe. Aber wirklich geschockt hat mich die Reaktion der anderen Teilnehmer meines SoWi Kurses als wir die Einschränkung des Datenschutzes und der Bürgerrechte im Zusammenhang mit Terrorbekämpfung besprachen.
Ich habe kein Problem damit, jedem seine Meinung zu lassen, solange ich der Auffassung bin, dass Pro und Kontra abgewogen wurden und sich auf Basis von Fakten eine Meinung gebildet hat. Aber was da mitten in der aufstrebenden Jugend vor sich ging, hat mich gelinde gesagt irritiert. Keiner hat selbst ein Argument gegen Biometrische Pässe, Überwachung öffentlicher Plätze, Massenspeicherung von diversen Daten, etc. angebracht oder gar akzeptiert, denn "das ist doch alles für unsere Sicherheit, mir doch egal, ob jemand weiß, wann ich in Köln übern Neumarkt gehe".
Dazu fällt mir nur eins ein - gute Nacht liebe Welt
Rhalina - 20. Feb, 23:06
